Vulkan Irazu


Volcan Irazu, Costa Rica

In Costa Rica gibt es 112-Vulkanformationen, die zum sogenannten Pacific Rim of Fire gehören. Die meisten dieser Formationen sind inaktiv, doch sieben setzen immer noch schädliche Schwefelgase frei und können gelegentlich ausbrechen. Die höchsten dieser Gipfel wurden als heilige Orte verehrt, als Wohnstätten von Gottheiten in archaischen Zeiten. Heute sind sie Sportstätten für Wanderer und Kletterer.

Einunddreißig Kilometer von der Stadt Cartago entfernt befindet sich der noch aktive Vulkan Irazu. Irazu erhebt sich zu 11,260 Fuß (3402 Meter, obwohl einige Quellen 3432 sagen) und thront über den umliegenden Wäldern, die Teil eines Nationalparks sind. Der Park ist bemerkenswert wegen seiner surrealen Mondlandschaft, die zwei Hauptkrater enthält. Der Primärkrater ist rund, misst 1050 Meter breit und 300 Meter tief und hat ungewöhnlich gefärbtes Wasser in einem reichen und leuchtenden Olivgrün. Der zweite Krater heißt Diego da la Haya (benannt nach dem spanischen Eroberer, der seinen Ausbruch im 18.Jahrhundert verzeichnete) und ist 600 Meter breit und 100 Meter tief. Der Name Irazu (Iztaru) leitet sich von der Sprache der einheimischen Indianer ab, die früher an den Hängen lebten. Es bedeutet "ein Donner" oder "der Ort, der wackelt" oder der "Berg des Rumpelns und Zitterns". Vulkan Irazu hatte einige katastrophale Ausbrüche, darunter einen in 1723, der einen Großteil der Stadt Cartago zerstörte, und einen im Juni von 1963 San Jose mit einer dicken Ascheschicht bedeckt. Ein Teil des Gipfels ist wegen der steilen Seiten und der instabilen Oberfläche für Besucher gesperrt. Kletterer sind in dieser Gegend mehrere hundert Meter zu Tode gestürzt. Vulkan Irazu ist der einzige Ort in Amerika von Hier können Sie gleichzeitig den Atlantik und den Pazifik sehen.

Martin Gray ist ein Kulturanthropologe, Schriftsteller und Fotograf, der sich auf das Studium und die Dokumentation von Pilgerorten auf der ganzen Welt spezialisiert hat. Während eines 38-Jahres hat er mehr als 1500-heilige Stätten in 165-Ländern besucht. Das Weltpilgerführer Die Website ist die umfassendste Informationsquelle zu diesem Thema.