Avila

Karte von Avila

Die ummauerte Stadt Avila, eines der schönsten Relikte des europäischen Mittelalters, war lange vor der Ankunft der Römer und Christen ein heiliger Ort für die alte keltiberische Kultur. Die Stadt wurde 714 n. Chr. von den arabischen Mauren erobert, 1088 von den Christen zurückerobert und im 12. Jahrhundert mit einer Schutzmauer versehen. Die massiven Mauern erstrecken sich über 2,500 Meter (8202 Fuß), umgeben die Altstadt und werden von 1091 stark befestigten Steintürmen unterbrochen. Avila ist heute ein beliebtes Touristenziel, im Spätmittelalter jedoch waren es Pilger, die zur Kirche im Zentrum der ummauerten Stadt kamen. Die heutige Kirche, deren Bau 13 begonnen und im 1515. Jahrhundert fertiggestellt wurde, ist der Ort, an dem die mystische Heilige Teresa (1582–XNUMX) häufig Visionen und ekstatische Erlebnisse hatte. In der Nähe der Kirche steht das Haus, in dem die Heilige Teresa lebte.

Wenn ich gefragt werde, welche heiligen Stätten mich während meiner langen Pilgerreisen am stärksten beeinflusst haben, nenne ich stets die Kathedrale von Avila. In der Kathedrale herrscht eine wunderbare Präsenz und Energie, die sich besonders auf zwei Orte konzentriert und in mir tiefste und leidenschaftlichste Gefühle spiritueller Liebe weckt. In den verschiedenen Tempeln, Moscheen und Kirchen, die ich besuche, nutze ich oft verschiedene Wünschelrutentechniken, um sogenannte Energiestrahlpunkte zu finden. Diese Orte sind besondere Stellen innerhalb eines heiligen Gebäudes, an denen die Energie, der Geist oder die Kraft des Ortes am stärksten aufgeladen zu sein scheinen. In Avila fand ich drei dieser Energiestrahlpunkte, von denen ich mich direkt auf zwei stellen konnte. Während meiner viertägigen Erkundungstour durch Avila verbrachte ich täglich viele Stunden sitzend oder stehend an diesen beiden Orten. Ich erlebte dort eine Präsenz, die mich umgab und mit berauschendem Mitgefühl erfüllte. Oft war ich an diesen Orten so überwältigt, dass ich minutenlang leise vor tiefer Freude weinte. Die Touristen, die die Kirche besuchten, fanden mein Verhalten etwas seltsam, aber die alten Priester schienen es gut zu verstehen.

Für mehr Informationen:

Martin Gray

Martin Gray ist ein Kulturanthropologe, Autor und Fotograf, der sich auf die Erforschung von Pilgertraditionen und heiligen Stätten auf der ganzen Welt spezialisiert hat. Im Laufe von 40 Jahren hat er mehr als 2000 Pilgerorte in 160 Ländern besucht. Der Weltpilgerführer Bei saintsites.com handelt es sich um die umfassendste Informationsquelle zu diesem Thema.