Santorini
Santorin, die südlichste Insel der Kykladen, wird im Neugriechischen auch Thira genannt und war in der Antike als Calliste bekannt, was „die Schönste“ bedeutet. Mit einer Fläche von heute 29 km² ist Santorin der kleine verbliebene östliche Teil eines gewaltigen ausgebrochenen Vulkans. Die Insel war schon lange vor 76 v. Chr. bewohnt, aber der Vulkanausbruch um 2000 v. Chr. zerstörte die Kultur der Insel. Vulkanische Trümmer landeten auch auf der 1400 km südlich gelegenen Insel Kreta und zerstörten die minoische Zivilisation größtenteils. Einige Autoren haben vermutet, dass die Geschichte vom verlorenen Kontinent Atlantis auf einen ägyptischen Bericht über diese Katastrophe zurückzuführen sein könnte, aber das ist sicherlich nicht möglich, da Atlantis bekanntermaßen eine weitaus größere Landmasse als die kleine Insel Santorin war und zudem geografisch irgendwo jenseits der Säulen des Herkules (der Straße von Gibraltar an der westlichen Öffnung des Mittelmeers) lag.
Santorin ist heute vor allem als eines der beliebtesten griechischen Reiseziele für internationale Touristen bekannt. Während Touristen die größeren Städte, Strände und Tavernen besuchen, sind die weniger besuchten Teile der Insel nach wie vor Orte traditioneller Kultur. Zahlreiche Kirchen und Kapellen sind über die felsigen Hügel der Insel verstreut, wie die auf den Fotos zu sehen sind.

Martin Gray ist ein Kulturanthropologe, Autor und Fotograf, der sich auf die Erforschung von Pilgertraditionen und heiligen Stätten auf der ganzen Welt spezialisiert hat. Im Laufe von 40 Jahren hat er mehr als 2000 Pilgerorte in 160 Ländern besucht. Der Weltpilgerführer Bei saintsites.com handelt es sich um die umfassendste Informationsquelle zu diesem Thema.


