Bago, Myanmar (Birma)
Die Shwemawdaw oder „Pagode des großen goldenen Gottes“ von Bago wächst seit über 1000 Jahren. Ursprünglich 23 Meter hoch gebaut, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mit heute 114 Metern zur höchsten Pagode Myanmars. Wie bei anderen Pagoden auch, erfolgte dieser Größenzuwachs im Zuge zahlreicher Wiederaufbauphasen, meist nach schweren Erdbeben. Das jüngste Beben im Jahr 1930 machte das alte Bauwerk fast dem Erdboden gleich, und erst 1952 dominierte es wieder die Skyline von Bago. Auf diesem Foto ist die Pagode vollständig von einem Gerüst umgeben, das ausschließlich aus Bambusstangen besteht. Arbeiter klettern auf dieses Gerüst, um die Seiten der Pagode mit goldener Farbe zu bemalen. Legenden besagen, dass unter der hoch aufragenden Pagode die Haare und Zähne Buddhas aufbewahrt werden. Wegen dieser Reliquien wird Shwemawdaw zu jeder Tages- und Nachtzeit von Scharen buddhistischer Pilger besucht.

Martin Gray ist ein Kulturanthropologe, Autor und Fotograf, der sich auf die Erforschung von Pilgertraditionen und heiligen Stätten auf der ganzen Welt spezialisiert hat. Im Laufe von 40 Jahren hat er mehr als 2000 Pilgerorte in 160 Ländern besucht. Der Weltpilgerführer Bei saintsites.com handelt es sich um die umfassendste Informationsquelle zu diesem Thema.

